Interessengemeinschaft der Elternvertreter der Gymnasien im Kreis Steinfurt

„Kreiselternschaft“ Februar 2004
Christiane Glöckner

Ideen für einen „Osterprotest“ der einzelnen Klassen/Jahrgangsstufen bei der Ministerin Ute Schäfer

  1. sachliche Beschreibung der aktuellen Mängel und der Mängel aus den letzten 1-3 Jahren aus der jeweiligen Klasse / Jahrgangsstufe (oder insgesamt in der Schule)

    - Auflistung der Fächer, die gekürzt unterrichtet werden oder wurden,
    - häufiger Fachlehrerwechsel, u.a. durch „Flickschusterei“, durch wenig langfristige
       Planung, etc.
    - Benennung der Klassengröße/Kursgrößen,
    - Probleme mit Räumen (z.B. keine Klassenräume für „Wanderklassen“ oder „Flurklassen“)
    - gekürztes Fächerwahlangebot in der Oberstufe, gekürztes AG-Angebot durch Lehrermangel,
    - Angaben über Durchschnitts-Kursgrößen in der Sekundarstufe II und Durchschnittsklassen-
       größen in der Sekundarstufe I,
    - „Statistik“ über den Unterrichtsausfall über einen gewissen Zeitraum (z.B: von 2 Wochen) in
       einer Klasse auch aufgrund von Krankheit, Fortbildung, Abitur, Klausuren....
    - ....

  2. subjektive Äußerungen von Befürchtungen:

    In großen Klassen/Kursen wird befürchtet, dass
    - stillere Schüler/innen untergehen, dass sich ihre „SoMi-Note“ verschlechtert,
    - weniger Zeit zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern bleibt,
    - die Schüler/innen schlechter betreut werden (z.B. bei Facharbeiten oder in Praktikas...),
    - dass die Schüler/innen im nationalen und internationalen Vergleich weniger Chancen haben,
    - dass die Schüler/innen nicht ausreichend auf das Studium vorbereitet werden, dass es zu
       häufigen Studienabbrüchen kommen (die Statistik belegt dies),
    - ...

    Durch die Heraufsetzung der Arbeitszeit der Lehrer/innen werden diese Befürchtungen noch verstärkt. Zudem gibt es weitere Befürchtungen, dass
    - weniger Zeit für Projekte und sonstige interessante Unterrichtsvorhaben bleibt,
    - die Lehrer/innen auch durch erhöhte Korrekturbelastung weniger Zeit für Beratung und
       individuelle Förderung haben,
    - ...

    Durch den über lange Jahre bestehenden Lehrermangel:
    - gab es gehäuft Ausfall in der Sekundarstufe I; die Schüler/innen trauen sich die Wahl eines
      Leistungskurses nicht zu, wenn sie Unterrichtsausfall in der Sekundarstufe I in diesem Fach
      hatten,
    - durch den Unterrichtsausfall besteht die Befürchtung, dass viel Stoff im „Hau-Ruck-Verfahren“ 
      eingepaukt wird, ohne interessante Aufbereitung, selbstständiges Erarbeiten, Schülerversuche
      etc.
    - besteht die Gefahr, dass bestimmte „Risiko-Kurse“ (Kurse mit geringer Schülerzahl, z.B. 15)
      nicht mehr eingerichtet werden, da die Schule befürchtet, sich so einen Kurs nicht mehr
      „leisten“ zu können. Dadurch wird das Wahlangebot deutlich eingeschränkt!!
    -

    Durch den häufigen Lehrerwechsel bedingt durch die „Flickschusterei“ (z.B. eine Lehrerin geht in den Herbstferien in Mutterschutz, übernimmt aber noch für die 4 Wochen zwischen Sommer- und Herbstferien einen neuen Kurs!!):
    -  schlechte Betreuung der Schüler/innen,
    - weniger motivierte Lehrer, Referendare und Schüler, da ein längerfristiger Unterricht von
       Beginn an ausgeschlossen ist („Problemschüler“ gehen dem Lehrer „durch die Lappen“)

Mögliche Äußere Formen der Osterproteste:

·        Pappmaché-Eier, die mit passenden Motiven bemalt oder beschrieben sind (z.B. Bild einer überfüllten Klasse, Fächer-Wahlliste mit gestrichenen Fächern, Stundenplan mit vielen Lücken und Freistunden...)

·        Eier, die man öffnen kann und die einen Protest enthalten (Resolution mit Unterschriften, Auflistung der objektiven Mängel und subjektiven Befürchtungen..., Schüler- und Elternbriefe die Befürchtungen und Ängste enthalten...)

·        Eier, die mit Sprüchen beschrieben sind, wie z.B. „Wo Schule dran steht, müssen Lehrer drin sein“, „Gebt uns Lehrer, wir geben euch Dichter und Denker“,  „Klont Lehrer – Bildung schafft Dichter und Denker“ , 

·        Eier im Nest als Symbol für Schüler/innen, die noch nicht „flügge“ sind und noch der Hilfe und Unterstützung bedürfen

·        Eier, auf denen Sprüche mit witzigen Rechtschreibfehlern notiert sind (ganz nach dem Motto, bei den Schülern machen sich schon erste Unterrichtsmangelerscheinungen bemerkbar)

·        Eier, auf denen Wünsche und / oder Befürchtungen notiert sind....

·        Plakate in Eiform, die mit entsprechenden Sprüchen/Forderungen beschrieben sind....

·        Osterhasen, die kleine Plakate mit Forderungen o.ä. in den Pfoten halten

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